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Weisheitszahn-OP

Vor einiger Zeit habe ich mal über das Zähne ziehen gesprochen und darüber, dass ich auch nach dem Ziehen der oberen Weisheitszähne keine Probleme hatte. Bis auf Schluckbeschwerden, aber da ich zu der Zeit eh eine Erkältung hatte, kann das auch damit zusammen hängen.

Am Freitag (26.02.2016) hatte ich dann meine erste Weisheitszahn OP im Unterkiefer. Ich möchte einfach mal meine Empfindungen teilen, da im Internet sehr viel Negatives stand.

Zuerst möchte ich euch noch sagen, dass ich mir vorher einige Youtube-Videos angeschaut habe und natürlich auch viel im Internet über das Thema WHZ-OP recherchiert habe. Ob es ein Fehler war, weiß ich nicht so wirklich. Es hat mir schon etwas Angst bereitet, aber es hielt sich alles in Grenzen.

Jedenfalls kam ich Freitag morgens um 07:30 Uhr in der Praxis des Kieferchirurgen an. Mein Zahnarzt hat mich dorthin überwiesen, da ein spezielles Röntgenbild angefertigt werden musste (DVT (Digitale Volumentomographie)). Kurz gesagt, ein 3D Röntgenbild. Meine Zahnwurzeln lagen sehr nah bei den Nerven und um auszuschließen, dass die Wurzeln um den Nerv liegen, war das Röntgenbild notwendig.

Der Kieferchirurg hat mir gleich den ersten OP Termin gegeben, da er schon das Röntgenbild hatte und meinem Hauszahnarzt dann nicht unnötig Arbeit beschaffen wollte.

Ich wurde in das Behandlungszimmer gerufen. Und saß nun noch einige Minuten dort drin. Etwa 15 Minuten später kam der Chirurg und spritzte mir die örtliche Betäubung. Die Zahnarzthelferin bereitet alles vor, legte die Instrumente auf das Tablett vor mir und verließ den Raum. Die Betäubung wirkte relativ schnell, die Instrumente machten mir ein wenig Angst.

Etwa eine halbe Stunde später (!!) kam dann der Chirurg, fuhr den Stuhl zurück und machte den Schnitt. Gemerkt habe ich nichts. Unangenehm war es nur, dass meine Wange durch die Helferin "weggezogen" wurde.

Dann wurde der Kieferknochen etwas eingefräst. Bis auf das laute Geräusch war auch das nicht spürbar. Als der Chirurg dann den Zahn "raushebelte", habe ich einen starken Schmerz empfunden.

(Ich hatte einen Schaumstoffzahn vor der Behandlung bekommen, den ich drücken sollte, wenn ich Schmerzen habe)

Es musste noch einmal gefräst werden und dann wurde der Zahn in 2 Teilen entfernt. Der Schmerz beim raushebeln war relativ stark, aber man konnte es irgendwie aushalten. 

Vom Nähen habe ich nichts gemerkt. Ich bekam ein Rezept, eine Krankenmeldung und durfte die Praxis verlassen. Mein Kreislauf war durch die Nervosität und der Tatsache, dass ich vorher weder etwas gegessen noch getrunken habe, sehr im Keller.

In der Apotheke bekam ich meine Medikamente und meine Mutter holte mich mich. Auf dem Weg nach Hause fingen dann, trotz der anhaltenden Betäubung, die Schmerzen an. Auch die hielten sich im Rahmen. Gegen halb 10 war ich dann zu Hause, fing an zu kühlen, nahm eine Schmerztablette, die ich noch einnehmen sollte, bevor die Betäubung nachließ. 

Ich bin relativ schnell eingeschlafen. Nachmittags, etwa gegen 16 Uhr habe ich aufgehört zu kühlen. Schmerzen hatte ich nicht mehr. Immerhin sollte ich 3mal am Tag, das gesamte Wochenende, eine Ibuprofen 400 einnehmen (auch, wenn ich keine Schmerzen habe). Ich bin schon mit meiner Mutter einkaufen gefahren und war auch recht gut drauf. Chlorhexamed wurde mir auch verschrieben und ich soll eine Woche 3mal täglich spülen.

Abends habe ich dann Spaghetti gegessen. Ging auch ganz gut.

Samstag: Ich hatte eine richtig geschwollene Wange, aber nur morgens, bevor ich etwas getrunken habe, Schmerzen. Nicht wirklich schlimm. Ich habe nur die Fäden stark gemerkt. Essen konnte ich nichts. Aber nicht, weil es schmerzhaft war, sondern weil es sich angefühlt hat, als ob der ganze Kiefer beim Kauen hoch gedrückt wird. Ich habe einen etwas längeren Spaziergang mit meinem Hund gemacht und der kalte Wind tat meiner Wange ganz gut. Abends meinte mein Vater zu mir, dass die Schwellung jetzt schon abnimmt.

Sonntag: Mund aufmachen konnte ich immernoch nicht. Aber die Schwellung war fast weg. Ich bin mit meiner Mutter zu einem Stoffmarkt gefahren, weil sie Stoffe zum Nähen kaufen wollte. Ich habe meinen Schal noch stark ins Gesicht gezogen, weil ich nicht wollte, dass jemand meine Schwellung sieht. Essen konnte ich schon wieder etwas. Ich habe es mit Tütensuppe probiert. Hat zwar nicht geschmeckt, aber ich hatte etwas im Magen.

Montag: Mir ging es recht gut. Mein Kreislauf hat sich bei etwas mehr Anstrengung aber ab und an verabschieden und ich habe Sterne gesehen, aber es lag alles im Rahmen. Ich habe das erste Mal wieder Brot gegessen.

Dienstag: Es hat einmal geknackt und schon konnte ich meinen Mund weiter aufmachen als vorher. Ich bin zu meiner Schulung gefahren, wo ich darauf angesprochen wurde, was ich mit meiner Wange gemacht habe. Zu Hause ist mir aufgefallen, dass sie leicht gelb war.

Mittwoch: Ich fühle mich fitter. Meinem Kreislauf geht es besser und ich esse wieder ziemlich normal. Das Clorhexamed kommt mir langsam zum Hals raus. Der Geschmack ist wiederlich und ich habe das Gefühl, dass meine Zähne davon rau werden.

Heute ist Donnerstag. Der gelbe Fleck ist noch leicht zu sehen, aber mit Make Up abdeckbar. 

Ich bin wohl relativ gut bei weg gekommen. Liegt vielleicht auch daran, dass erstmal nur ein Zahn entfernt wurde. Zähne putzen ging eigentlich schon am Tag der Op, bis auf die letzten Backenzähne, die auf der operierten Seite liegen. Aber das liegt wohl daran, dass ich etwas Angst mit den Fäden habe.

Fäden werden am Montag gezogen. Bei meinem Hauszahnarzt. Und nach Ostern bekomme ich dann auch den Termin für die letzte WHZ-OP.

Ich wünsche euch einen schönen Donnerstag.

In Liebe 

Larissa ♥

3.3.16 12:19
 
Letzte Einträge: Weisheitszahn-Extraktion, Hilflosigkeit, Kehrtwendung des Lebens, Hochmut kommt vor dem Fall, Ja? Nein? Ach Mensch


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