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in Gedanken vertieft...

Ich kann nicht kontrollieren was ich tue. Es fühlt sich an, als ob mich jemand steuert. Ich setze mich auf den Stuhl. Vor dem Keyboard. Ich schalte es ein. Ich habe doch gar keine Lust zu spielen. Ich blicke auf die Noten, die ich als Kind mal notiert habe. Die Noten, die Opa einmal gespielt hat.

Warum stehen sie im Notenständer? Die sind doch mindestens 15 Jahre alt. Wenn nicht, sogar älter. Habe ich die nicht schon längst weg geschmissen.

Ich erinnere mich an den Tag zurück. Weihnachten. Ich bekam mein erstes Keyboard. Es müsste vor 17 oder 18 Jahren gewesen sein. Ich klimperte "Alle meine Entchen" vor mich hin. Das einzige Lied, was ich beherrschte. Ich konnte noch keine Noten lesen. Auch konnte ich keine einzige Melodie spielen. Außer diese eine. Opa setzt sich neben mich. "Stille Nacht, Heilige Nacht". Ich singe in Gedanken diesen einen Text. Notierte Nummern, damit ich die Melodie auch ohne Noten spielen kann. Auch ohne Opa. 

Tränen holen mich in die Gegenwart zurück. Ich schaute in den Himmel, ohne zu merken, dass ich diese Melodie spielte. Diese Melodie, die ich noch nie in meinem Leben gespielt habe. Diese Melodie die Opa Weihnachten gespielt hat. 

Ich schaue auf die Noten. Sah mir das Blatt an, auf dem ich damals geschrieben hatte. Da stand es "Weihnachten 1996". In Opa seiner Schrift. 

Ich denke an die Zeit zurück. Immernoch spiele ich diese Melodie. Ich spüre einen leichten Wind. Ich erschrak. Das Fenster ist zu. Die Tür ist zu. Einbildung?

Mir wird auf einmal warm. Ich blicke auf. Hier ist niemand. Oder doch? Ich fühle mich Opa näher als je zuvor. Ist er etwa neben mir?

Das Telefon klingelt. Gegenwart. War alles nur eine Einbildung? Leben die Menschen, die wir lieben, auch nach dem Tod unter uns?

Seit Opa's Tod habe ich nie wieder Klavier oder Keyboard gespielt. Warum auf einmal jetzt? Unbewusst. Wie ferngesteuert.

Opa du fehlst mir. Nur der Gedanke, dass mich jeder Tag ein Stückchen näher zu dir bringt, lässt mich am Lächeln bleiben. 

Ich würde dir so gerne ein"Es tut mir leid" in den Himmel schicken. WIllst du es hören? Liebst du mich immernoch. Obwohl das alles passiert ist. Ich hätte mich so gerne von dir verabschiedet. Aber das konnte ich nicht. Auch als ich deine Urne sah, konnte ich dir nicht mehr sagen, wie sehr ich dich liebe.

Ich hoffe nur, dass es dir gut geht. Wo auch immer du bist. Ich liebe dich. 

 

22.1.15 11:48
 
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